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Flyer

  • Mo
    5.Sep 
    17:00

 

Schreiben ist eine Kunst, Malen auch und für die Lebenskunst braucht man manchmal Mut. Besonders dann, wenn es um Inklusion geht. Schließlich sitzen wir alle im selben Boot, oder? Autoren/Innen des Schreibcafé amos - einer Begegnungsstätte der Diakonie Wohnstätten - lesen gemeinsam mit anderen Autoren/Innen selbstverfasste Texte über Kunst, Lebenskunst und Inklusion, sowie zu den Bildern der Ausstellung. Neben Text und Bild werden auch Klänge eine Rolle spielen.

Die Lesung findet im Raum neben dem Bistro im unteren Bereich der Halle statt.

Veranstaltungsort und Adresse

documenta-Halle, Friedrichsplatz, 34117 Kassel

 

Samstag, 7. Mai 2016, 10 bis 18 Uhr Kloster Bursfelde bei Hann. Münden

Flyer als PDF

 

 

Treppengedanken - Spontanlyrik


Andrea Belser - 28. März 2015

 



 

Die Fahrt….auf dem Bahnhof, Hauptbahnhof in Berlin.

Gerade saß ich im Zug von Berlin Spandau nach Berlin Hbf.

Ein IC Ersatzzug, statt eines ICEs. Der Zug fuhr etwas langsamer und ich schaute, was kann ich fassen mit meinem Blick?

 

Was ist der Unterschied, zu dem was ich fassen kann, wenn ich laufe, wenn ich gehe. Bis zu welchem Tempo - kann ich noch Sachen aufnehmen? Ich versuchte soviel wie möglich zu erfassen, was an meinem Blick -  vorüber geglitten ist.

Ich sah: viele, viele Hochhäuser. Ich stellte mir vor, hinter jedem Fenster wohnen Menschen und es kam mir unendlich viel vor. Vielstöckige Hochhäuser und noch eins, noch eins , noch eins...

Ich sah Hinterhöfe, Spielplätze, eine Schule. Die Kinder hatten gerade Pause. Baustellen.

 

Busparkplatz, mit vielen Bussen, von irgendwo her, nach irgendwo hin. Menschen stiegen ein.

Eine Strecke auf der es soviel zu sehen gibt, von Spandau nach Berlin Hbf.

Und mein Blick glitt vorbei, an vielen kleinen Details.

Langen, langen, langen neu gebauten Gebäuden, die noch leer waren. Die so lang und groß waren, dass selbst mit dem Zug es dauerte, bis sie zu Ende waren. Vor den Neubauten Container, die scheinbar zur vorübergehenden Wohnstätte der arbeitenden Mensch geworden waren, die vielleicht in diesem sehr offiziell aussehenden Gebäude einziehen werden.

Der Zug rollte weiter, wurde langsamer und glitt dann unter das gläserne Dach des Hbfs. Berlin Hbf.

Ich eile zu meinem Anschlusszug und ich weiß schon aus Erfahrung: die Treppe ist schneller als die Rolltreppe.Treppe!  Die Treppe die mich jetzt in das tiefe Stockwerk bringt.

Von der Hochebene zur Tiefebene. Von Gleis 11 zu Gleis 6, Berlin tief.

Bin ich gerannt, die Treppe hinunter, eilend. An den Menschen auf der Rolltreppe vorbei, die langsamer stehend sich nach unten bewegen.

 

Die Treppe, zwei Treppen!

Eine Treppe die - langsam, ohne das ich mich bewegen muss, - mich nach unten bringt.

Eine Treppe die - mich auffordert mich zu konzentrieren einen Fuss nach dem           anderen zu setzen, damit ich nicht stolpere.

Diese Treppenstufen sind sehr flach, ist mir dabei aufgefallen.

Ich muss mich darauf konzentrieren, dass ich sie nicht überspringe, wenn ich sie schnell hinunterrennen muss.

 

Ein Artikel fällt mir ein:

"Widerspiegelung des Menschen auf der Treppe", nennt Friedrich Mielke Professor für Denkmalpflege, das Phänomen. War der Nutzer der Treppe reich oder arm? War er sportlich oder untrainiert? "Die Stufen der Maya waren bis zu 50 Zentimeter hoch. Das heißt, die Maya hatten damals eine sehr gute Kondition. 

 Noch heute rennen die Indios diese Treppen hoch. Im Gegensatz zu den Touristen, die sich keuchend hoch schleppen."

"Die Treppe ist ein guter Arzt. Mir hat sie gesagt: Hör mit dem Rauchen auf!", erzählt Thomas Hürlimann. "Du kriechst hier hoch wie eine alte Dampflokomotive,die es kaum noch bis in die Remise schafft." Der Schweizer Schriftsteller wohnt im vierten Stock eines Berliner Hauses ohne Aufzug. Er war ein starker Raucher. Andere wären daraufhin in eine Wohnung mit Aufzug gezogen.

 "Die Treppe wird mehr und mehr durch Lifte und Laufbänder ersetzt. Das führt zu einer flacheren Welt, auch im geistigen Sinn." Was wäre die Welt ohne Treppe?“

Ja, dass finde auch ich interessant!

Wenn das Treppensteigen, Stufe für Stufe einen Sinn macht, mein Bewusstsein schärft, mich Mühe kostet, ein Weg zu meinem Ziel darstellt und mir Zeit verschafft, mich darauf einzustimmen, was machen dann Rolltreppen und Fahrstühle, die bequem und ohne Mühe, mich in kürzester Zeit ans Ziel bringen?

Was wäre die Welt ohne Treppen?

 

Treppengedanken! Berlin Hauptbahnhof - tief.

fairventure-"Weltklangwelt"

24. - 26.04.2015 im Forum 3 Kulturzentrum in Stuttgart

...die ganze Welt, das ganze Leben ist Musik und Klang

 fairventure 2015Im April steht die Musik im Mittelpunkt der fairventure-Konferenz „Weltklangwelt“, denn die ganze Welt, das ganze Leben ist Musik und Klang. Jede Kunstform, auch die Musik, leitet sich aus einem besonderen Erleben der Wirklichkeit ab, das prinzipiell jedem Menschen zugänglich ist. Dem wollen wir Raum geben, indem wir uns dem musikalischen Welterleben zuwenden.

Bei dieser Veranstaltung sprechen Worte und Klänge also gleichermaßen: Musikalisch dem Wandel nachspüren und/oder Gedanken Klang verleihen. Die Tagung wendet sich an alle Kulturkreativen, die Freude an Musik haben, ob „nur“ hörend oder auch gelegentlich oder professionell musizierend. Das Programm, das alle Teilnehmenden zu musikalischem Ausdruck animieren wird umfasst Vorträge und Workshops kompetenter ReferentInnen, sowie Darbietungen von teils international renommierten KünstlerInnen.

 

In Kooperation mit:   Europäische Akademie der Heilenden Künste (EAHA)

Infos zum Studiengang "Musikalische Prozessbegleitung" der EAHA ->

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